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Vorbereitet von 13 katholischen, evangelischen, russisch-orthodoxen, philippinisch und kleinstheimerisch katholischen Frauen und Mädchen.
Erlebt mit 40 Kindern, unterstützt von ihren Familien.
Gefeiert im ökumenischen Sonntagsgottesdienst in St. Laurentius.

Der Kiliansdom in Würzburg ist die Bischofskirche des Bistums Würzburg und das viertgrößte romanische Kirchengebäude Deutschlands. Die Schönheit und Würde dieses Gotteshauses, der gewaltige Glockenklang, die Akustik und die brausende Domorgel, gespielt von Herrn Domorganist Prof. Stefan Schmidt, ließen mich schon beim Eingangslied staunen und erfreuten mich sehr.

32 Pilger machten sich am 22.September auf nach Burgos. Mit dem Bus ging es zum Flughafen Frankfurt und von dort mit dem Flieger nach Madrid, anschließend weiter mit dem Zug nach Burgos. Spätabends haben wir unsere Zimmer bezogen und uns auf den ersten Pilgertag vorbereitet. 11 Tage wollten wir laufen und uns 261 km unserem Pilgerziel Santiago de Compostela nähern. Die Wege waren steinig, inmitten abgeernteter Getreidefelder, mit kilometerweiter Sicht – die nordspanische Meseta. Höhenwege auf 800/900 Meter, das letzte Etappenziel sogar bei 1200 Höhenmetern, wurden bei Sonne, Wind und optimalen Pilgertemperaturen gemeistert. Die einzelnen Tagesetappen waren unterschiedlich lang: die Kürzeste 19 km, die Längste 31,6 km. Die wertvollen Impulse der Pilger, morgens beim Aufbruch oder mittags nach der Pause, standen unter der Überschrift: Gott finden, und warum wir ihn nicht suchen müssen. Sie dienten zur persönlichen Meditation beim Laufen im Schweigen.

Liebe Gemeinde,

Täglich und nächtlich
nehmen ihn viele Gläubige zur Hand,
den Rosenkranz,
und lassen sich darin
von Maria die Hand halten
in bangen Stunden der Sorge
oder glücklichen der Dankbarkeit.

"Maria, zeige uns Jesus" - unter diesem Leitwort feierten wir – die Fußpilger und die „Autopilger“ - in großer Gemeinschaft den festlichen Gottesdienst am Abend auf dem Pilgerplatz. Ein Gedanke aus der Ansprache des Festpredigers Pfarrer Thomas Katta aus Bensheim ist bei mir besonders hängen geblieben: er forderte uns auf, dass aus der Kirche in Sorge eine sorgende Kirche wird – so wie Maria für ihren Sohn gesorgt hat. Und dieser Sohn, Jesus, war in Sorge um die Menschen, hat das Leben mit ihnen geteilt, geweint und gefeiert. Nach dem Festgottesdienst zogen viele Menschen in einer beeindruckenden Lichterprozession durch die Stadt.

"Man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen" (Lk 13,29) - ein Bild vom "Himmel", das uns die Heilige Schrift zum Kirchweih-Sonntag schenkte. Vor genau einem Jahr war Teresa "weltwärts" gegangen, zu einem Freiwilligeneinsatz nach Tansania, just am Kerb-Sonntag Morgen kam sie zurück aus dem Süden und wurde herzlich willkommen geheißen. Nachdem die Gemeinde am "Tisch des Herrn" gefeiert hatte, ging es hinaus an die vielen Tische der Straßenkerb, wo miteinander gespeist, geherzt, gelacht und auch manchmal geweint wurde. Drei Tage lang spürt der Ort eine große Gemeinschaft ..... es ist schon ein bisschen wie im Himmel.

Ob der 10. August auf einen Werktag oder einen Sonntag fällt, das ist egal: der Laurentius-Tag wird in Kleinostheim groß gefeiert. Der Kirchenpatron ist schließlich - wie Pfarrer Heribert Kaufmann ihn nannte - der „Herzschrittmacher“ einer diakonischen (= dienenden) Gemeinde; Finanz- und Sozialminister in einer Person war der römische Diakon Laurentius! Als Festprediger erreichte der Freudenberger Diakon Michael Baumann die Herzen der Besucher.

In aller Herrgottsfrühe brachen Jüngere und Ältere, solche, die seit Jahren gehen, aber auch Neue, voller Freude auf und machten sich sich auf den Weg. Unterwegs luden Impulse zum Nachdenken im Schweigen oder zum Austausch ein: Welche Vorstellungen habe ich von Gott? Welche Menschen haben mich geprägt? Wo lebe ich aus meinem Glauben heraus? Im Gottesdienst in der Basilika legte Pfarrer Heribert Kaufmann den Wallfahrern ans Herz, nicht das Weite zu suchen, sondern die Weite, die der Glaube an Jesus Christus schenkt.

In der Kiliani-Zeit prägen die 4 Grobirnfest-Tage Kleinostheim: Jungs und Mädels genossen das Fußballturnier, Männer und Frauen den Schafkopfabend. Im Festgottesdienst schenkte Pfr. Abel von der evangelischen Schwestergemeinde die Predigt, anschließend wurden alle Arten von Fahrzeugen gesegnet. Im großen Festzelt herrschte frohe Stimmung bei den vielfältigen Essensangeboten und außerste Spannung bei der Tombola-Verlosung. Der Kindergarten schenkte wieder das Kinderprogramm. Durch die fast 300 freiwilligen Helfer vor und hinter den Kulissen konnte dieses Fest gelingen.

Da treffen sich an einem sonnigen Samstagmorgen ein paar katholische Jugendliche mit dem evangelischen Religionspädagogen Jens Palkowitsch-Kühl von der Uni Würzburg, durchstreifen ihre Kirche, fangen sie mit einer 360° Kamera ein, vespern zwischendurch, und beschreiben die Bilder mit dem, was sie wichtig finden. Dann gehen sie wieder glücklich auseinander, um das Silberabzeichen zu ertanzen, um zu einer Hochzeit zu fahren oder einfach nur zu chillen. Heraus kommt ein Virtueller Rundgang durch unsere St. Laurentius-Kirche:

Vor 2 Jahren haben sich die drei Gemeinden Kleinostheim, Mainaschaff und Stockstadt miteinander verbunden. Pfingstmontag feiern sie gemeinsam einen großen festlichen Gottesdienst: in diesem Jahr in Kleinostheim. Der Chor "Bunt gemischt" begeisterte mit seinem beschwingten Gesang, die Predigt von Pfarrer Heribert Kaufmann berührte viele: er nahm die gesamten 90 Tage ums Osterfest in den Blick. Vom Aschenkreuz am Aschermittwoch, Zeichen für alles Ausgebrannte, über das Osterfeuer, Symbol für das Entzündetwerden durch Jesu Leben, seinen Tod und seine Auferstehung, bis hin zum Pfingstfest, an dem es um die Glut-Nester in mancher Asche geht, die der Heilige Geist neu entfachen will. Jeder bekam die Frage mit: für was brennst Du?

Unter dem Motto „Wasser und Feuer“ radelten wir los bei „feurigem“ Wetter. An einem schattigen, wunderschönen Platz an der Aschaff wurde uns bewusst, wie lebensnotwendig Wasser ist. Wasser entfaltet seine Kraft in der Berührung, im Umfließen, im Eindringen und Durchdringen – so schenkt es uns neues Leben.An einer zweiten Station erlebten wir ein Feuer – zum Feuer gehen wir erst mal auf Distanz. Feuer verzehrt, bringt auch neues Leben, ist für uns im Zeichen der Osterkerze ein Symbol der Auferstehung. Nach einem letzten Anstieg erreichten wir unser Ziel, die Wallfahrtskirche in Schmerlenbach. Dort feierten wir gemeinsam Eucharistie – Danksagung.

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