Wenn der Richtkranz über einem Neubau schwebt, ist das immer ein Zeichen für Aufbruch. Doch am vergangenen Freitag war die Freude in Kleinostheim besonders groß: Das „Haus der Begegnung“ hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Fertigstellung gemacht. Mit diesem Projekt schafft die katholische Pfarrgemeinde nicht nur neuen Raum für ihre Gruppen, sondern setzt einen prägenden Akzent für die gesamte Ortsentwicklung.
Musikalischer Auftakt unter freiem Himmel
Die Zeremonie begann traditionell, aber mit einer besonderen Note. Vor dem Rohbau versammelten sich die Gäste, um den Richtspruch der Zimmerleute zu hören, der in einer charmanten, musikalischen Form vorgetragen wurde. Nach dem feierlichen Akt im Freien zogen die Gäste in das Gebäude ein – passenderweise direkt in die Räumlichkeiten des künftigen „Eine-Welt-Ladens“, der dort als Ort des fairen Handels und der Gemeinschaft einziehen wird.
Ein Haus für Alle – gleich welcher Couleur
Pfarrer Kaufmann hieß die Gäste willkommen und betonte in seiner Ansprache die Notwendigkeit des Neubaus. Kleinostheim verfüge über eine äußerst lebendige Pfarrgemeinde mit Gruppen aller Art. „Um diesem Ehrenamt bessere Möglichkeiten zu geben, steht das Haus künftig allen offen“, so Kaufmann – nicht nur den Gruppen der Pfarrgemeinde, sondern allen die sich im Ehrenamt engagieren oder auch es privat nutzen möchten. Das Haus soll ein echtes Zentrum des Miteinanders werden.
Architektur mit Weitblick
Architekt Grischa Büttner vom Büro Grellmann, Kriebel, Teichmann erläuterte die baulichen Vorzüge des Projekts. Das Gebäude stehe für:
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Nachhaltigkeit: Eine zukunftsorientierte Bauweise, die ökologischen Standards gerecht wird.
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Inklusion: Durch konsequente Barrierefreiheit ist das Haus für jeden zugänglich – egal ob mit dem Bobby Car, dem Kinderwagen, der Gehhilfe oder dem Rollstuhl.
Viele Gäste und ökumenischer Geist
Unter den Gästen befanden sich neben den Handwerkern der beteiligten Baufirmen auch zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens. Bürgermeister Dennis Neßwald sowie Mitglieder des Gemeinderates unterstrichen durch ihre Anwesenheit die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde. Auch die Ökumene wurde großgeschrieben: Pfarrer Abel von der evangelischen St. Markus Gemeinde feierte gemeinsam mit den Mitgliedern des Gemeindeteams und der Kirchenverwaltung diesen wichtigen Fortschritt.
Die neue „Lebendige Mitte“
Mit der symbolträchtigen Adresse Kirchplatz 1 wird das „Haus der Begegnung“ zum Bindeglied einer neuen, lebendigen Ortsmitte. Gemeinsam mit der katholischen Kirche, der Schule, der Kinderkrippe, dem Kindergarten und dem Wochenmarkt entsteht hier ein Mittelpunkt, der Generationen verbindet und das Dorfleben nachhaltig bereichert. Das Haus der Begegnung ist somit weit mehr als nur ein Gebäude aus Stein und Holz – es ist ein Versprechen an die Zukunft Kleinostheims: ein Ort der Offenheit, der Nachhaltigkeit und der Inklusion.







