Kirchenbilder haben`s in sich

Anhand des bekannten Liedes „Ein Haus voll Glorie schauet“ lässt sich deutlich ablesen, wie sich das Kirchenbild vom 19. zum 20. Jahrhundert verändert hat.

Der emeritierte Domkapitular Helmut Gabel kam nach Kleinostheim, um einem interessierten Zuhörerkreis die Verschiebungen im Bild der Kirche aufzuschlüsseln.

Die politischen Veränderungen und geistesgeschichtlichen „Bedrohungen“ des 19. Jahrhunderts riefen eine stark abgrenzende Reaktion der Kirche hervor und führten zu einem uniformen,

geschlossenen und unveränderlichen Bild der Kirche: Die Trutzburg. Erst durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) änderte sich das Kirchenverständnis hin zu einer vielfältigen und offenen Gemeinschaft, dem wandernden Gottesvolk, das in Dialog mit der  Welt tritt.

Im Anschluss an die Vorstellung weiterer biblischer und frühchristlicher Kirchenbilder wie Zelt, Schiff oder Mond entwickelte sich eine angeregte Diskussion über zukunftsweisende Kirchenbilder.