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80 Jahre Katholischer Kirchenchor in Kleinostheim –

 

80 Jahre sind eine lange Zeit, 80 Jahre sind ein stolzes Alter, 80 Jahre ist nun der Kirchenchor von Kleinostheim. In einer Zeit entstanden, als es in Deutschland nicht einfach war, politisch und wirtschaftlich, wurde der Kleinostheimer Kirchenchor vom damaligen Pfarrer Josef Hepp gegründet. Viel ist seitdem geschehen, heute besteht der Chor aus 45 aktiven und vielen passiven Mitgliedern.

 

Mit dem Konzert „Cantate Domino“ feierte der Chor am Sonntag, den 2.Juli in der Pfarrkirche St. Laurentius sein 80jähriges Bestehen. Unser Dirigent Heinz Peter Rausch, der den Chor seit 2001 leitet, hatte sich zum Jubiläum etwas Besonderes ausgedacht: Der Chor singt eine komplette Messe ohne Unterstützung von Solisten, eine wahrlich schwierige Aufgabe. Wolfgang Amadeus Mozart komponierte im Alter von 17 Jahren die „Missa in honorem Sanctissimae  Trinitatis in C- Dur“- kurz „Trinitatismesse“ genannt. Gemeinsam mit dem Madrigalchor des Kreises Aschaffenburg begeisterte der Chor die sehr gut besuchte Kirche.

Das Orchester „Rhein – Main Sinfonietta“ begann unter der Leitung von Heinz Peter Rausch mit einem Instrumentalstück, zu dem alle Mitglieder durch das Mittelschiff in die Kirche einzogen, ein Wunsch von einem unseres ehemaligen, leider längst verstorbenem Mitglied.

Pfarrer Kaufmann begrüßte das Publikum mit einer sehr beeindruckenden Rede.Mit seinen Worten und seinen Wortspielen zog er nicht nur das Publikum, sondern auch uns Sänger, Musiker und unseren Dirigenten in seinen Bann, denn er hoffte auf einen be“rausch“enden Auftritt.

„Singet dem Herrn“- der Name unseres Konzerts- war zugleich das erste Lied der Chöre, „Cantate Domino“ von Karl Jenkins wurde von Ariane Metz an der Orgel begleitet. Das 1994 entstandene Lied stammt aus dem „Adiemus“, die meisten Zuschauer kennen dieses Lied noch als Werbesong einer bekannten Fluglinie.  

Das „Ave Maria“ von Heitor Villa- Lobos, dem bekanntesten Komponisten klassischer Musik Brasiliens, wurde a capella vorgetragen.

Ohne Solisten ein Konzert zu gestalten, da fehlt dann doch etwas. So erklang das „Laudate Dominum“ von Mozart sehr sauber und präzis vorgetragen von der Sopranistin Ulrike Matheis.

Das Orchester „Rhein Main Sinfonietta“ bewies seine große Klasse bei der „Kirchensonate in C“, ebenfalls von Mozart. Sehr souverän auf den Chor abgestimmt, begleitete das Orchester uns danach bei der Messe.

Die „Trinitatismesse“ von Mozart ist eine seiner schönsten Messen, eine große Herausforderung für beide Chöre. Das Spektrum, das in den einzelnen Stimmen bewältigt werden muss, umfasst mehrere Oktaven. Umso mehr freute es uns, dass das Publikum nach dem „Credo“ schon zu applaudieren begann. Nach einer reichlichen Stunde ging das Konzert unter tosendem Applaus und „Standing Ovations“ zu Ende. Nein, nicht ganz zu Ende! Pfarrer Kaufmann bedankte sich wieder mit einer wundervollen Rede. Der Chor hatte, falls es vom Publikum gewünscht wäre, eine Zugabe vorbereitet. Der Applaus des Publikums sprach dafür. So wurde zum Abschluss des Konzerts das „Halleluja“ von Georg Friedrich Händel aus dem Oratorium „Der Messias“ gesungen und vom Orchester begleitet. Das letzte „Halleluja“ war noch nicht verklungen, da stand das Publikum auf und applaudierte, es wollte gar nicht wieder aufhören. Wir, alle Mitwirkenden, die Chöre, die Musiker und vor allem unser Dirigent waren sehr gerührt von dieser Herzlichkeit! Was das Publikum nicht sehen konnte, unserem Pfarrer sofort auffiel und es dem Publikum mitteilte, waren die Tränen unseres Chorleiters vor Freude, vor Glück?! Es war ein sehr emotionales Konzert. Es war so schön, vor Euch, diesem wunderbaren Publikum aufzutreten. Ihr habt uns sehr glücklich gemacht, der Stress der letzten Wochen und Monate, die vielen großen und kleinen Unstimmigkeiten, alles war auf einmal vergessen!

Danke! Danke! Danke!

Nach dem Konzert gab es in der Maingauhalle eine Stärkung für die Sänger und deren Angehörigen und Freunde. Die „Kulinarische Werkstatt“ verköstigte und bediente uns vorzüglich, so dass der Abend rundum gelungen war.

Danke sagen wir

-          unserem Publikum, ihr ward super!

-          unserem Chorleiter Heinz Peter Rausch dafür, dass Du immer an uns geglaubt hast und uns zu motivieren weist!

-          dem Madrigalchor Kreis Aschaffenburg, denn wir „zwei“ Chöre sind in den beiden Konzerten (am 1.07. fand in Goldbach in „Immaculata“ bereits ein Konzert statt) zu „einem Chor“ zusammen gewachsen!

-          allen Sängerinnen und Sängern

-          Pfarrer Kaufmann für seine wunderbaren Worte

-          allen fleißigen Helferinnen und Helfern, vor und nach dem Konzert

-          dem Orchester für die tolle Begleitung

-          der Sopranistin Ulrike Matheis

-          der Organistin Ariane Metz

-          der „Kulinarischen Werkstatt“ für das wunderbare, frisch zubereitete Essen und der schnellen Bewirtung in der Maingauhalle

-          allen, die den Kirchenchor unterstützen, egal ob bei Konzerten oder bei den Gottesdiensten.

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