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Sonntagmorgen, der  25.05. 7.15 Uhr, viele Kleinostheimer sind sehr früh aufgestanden und treffen sich an der Brentanoschule. Denn heute um 7.30 Uhr startet der Ausflug des Kirchenchores nach Würzburg. Warum fährt der Bus so früh und warum sind so viele an einem Sonntagmorgen so früh aufgestanden? Heute ist ein besonderer Tag, der Kirchenchor wird um 10.00 Uhr im Dom zu Würzburg singen, welch eine große Ehre! Da ist es selbstverständlich, dass alle aktiven Sängerinnen und Sänger mitsingen wollen. Auch die Partnerinnen und Partner und viele Freunde unseres Chores kommen mit, deshalb fahren auch zwei Busse.
In Bus 1 stieg in der Saaläckerstraße eine ehemalige Sängerin und Musikerin, unsere Hildegard, zu, später fuhr der Bus in Goldbach vorbei, wo ebenfalls noch einige unserer Sängerinnen und Sänger einstiegen. Die Fahrt verlief ohne Staus, wir waren gegen 9.00 Uhr am Residenzplatz. Zum Glück war sonniges Wetter, denn es war noch ein Stück zum Dom zu laufen. Dort warteten bereits unser ehemaliger Pfarrer und jetziger Domkapitular Clemens Bieber, der bei der Organisation unseres Ausflugs maßgeblich beteiligt war, unser Chorleiter Heinz Peter Rausch und einige unserer Mitglieder, die mit eigenem PKW angereist waren. Herr Bieber erklärte einiges zum Dom und seiner Lage, doch dann mussten wir in den Dom, denn wir wollten unsere Lieder noch einmal proben. Auf der Empore durften wir singen und hatten so einen wundervollen Blick auf den Altar. Der Chor sang drei Lieder: nach der Predigt „Open thou mine eyes“- „Öffne meine Augen“ von John Rutter mit solistischer Einlage einer unserer Sängerinnen, zum Vaterunser das Vaterunser in französischer Sprache „Notre Père“ des Komponisten Maurice Gustave Duruflé und zur Kommunion von Camille Saint-Saёns das „Ave verum corpus“. Wir waren nicht die Einzigen, die den Gottesdienst musikalisch mitgestalten durften, auch die Domsingknaben sangen  am Altar ganz wunderbar.
Nach dem Gottesdienst hatte die „Marktbärbl“ extra für uns geöffnet. Da wir im Bus unser Essen schon vorbestellen konnten, ging es doch sehr reibungslos vonstatten. Alle bekamen ein hervorragendes Essen. Bei dem schönen Wetter saßen viele von uns draußen, was auch gut war. Denn bei 100 Leuten kann es im Lokal schon mal eng werden. Um 14.00 Uhr sollten die Führungen beginnen, da blieb noch Zeit, durch die Stadt zu schlendern, was viele von uns genossen.
Die Führungen begannen gegen 14.00 Uhr, die meisten von uns entschieden sich für eine Führung durch das Dommuseum, weshalb hierfür auch zwei Führungen stattfanden, eine weitere ging durch die Stadt Würzburg, und eine Führung fand im Dom statt. Alle waren begeistert, jeder hatte viel dazu gelernt, egal ob über Kunstwerke, die Stadt Würzburg oder den Dom. Die Domführung, die am längsten dauerte, war wohl so interessant, denn eine Sängerin meinte danach: „Jetzt können wir einen Dom bauen!“
Domkapitular Clemens Bieber zeigte uns das Caritas- Haus, seine jetzige Wirkstätte. Er bewirtete uns mit Kaffee und leckerem Kuchen, ehe er über die Arbeit der Caritas sprach und einen kleinen Film darüber zeigte.
Anschließend sollte es noch nach Randersacker  zum Abendessen gehen. Wir mussten fast eine halbe Stunde auf die Busse warten, die lange brauchten, um sich zu uns durch zu kämpfen. Schließlich gelangten wir mit etwas Verspätung in Randersacker im „Bären“. Dort saßen wir bei dem herrlichen Sommerwetter in der Gartenwirtschaft, tranken guten Wein und es gab auch etwas zum Essen. Da wir noch immer ziemlich viele Leute waren, war die Auswahl nicht sehr groß, es gab nur Klosterbratwürste mit Wirsing und Kartoffeln, die zweifellos sehr lecker waren, oder eine Käseplatte. Die Stimmung war prima, es wurde viel gesungen, Hildegard spielte auf dem Akkordeon bekannte und auch andere Lieder, ein Sänger ließ seine Tenor- Stimme auch solistisch erklingen. Viel zu früh mussten wir die Heimreise antreten, da unsere Busfahrer  sehr strenge Regeln zu beachten haben. So musste der Bus um 21.00 Uhr wieder „daheim“ sein. Die Straßen waren zum Glück nicht sehr voll, so war es kein Problem. Denn Bus 1 fuhr wieder in Goldbach ab und hielt später auch wieder an der Saaläckerstraße.
Vielen Dank an unsere beiden Busfahrer, die uns so gut hin- und wieder zurückgebracht haben.
Danke auch an Clemens Bieber, der sich viel Mühe gegeben hat, um uns einen wunderschönen Tag zu gestalten.
Danke an Herrn Rausch, der privat anreiste, ebenso danke an die vielen Sängerinnen und Sänger, an alle passiven Mitglieder und Freunde unseres Chores, die uns unterstützt haben und einen herrlichen Tag mit uns verbracht haben. Man bekommt ja nicht sooft die Möglichkeit, in einem Dom zu singen!

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