logo Pfarrei Kleinostheim

 

„ Ich habe schon gehört, dass ich etwas verpasst habe“ das waren die Worte von jemandem, der kurzfristig absagen musste! Der Chor startete am Sonntag, den 17.06. um 8.00 Uhr von der Brentanoschule in Kleinostheim. Einmal hielt der Busfahrer noch in der Saaläckerstraße, um die „Musik“ mit zu nehmen. Die Sonne war noch sehr zögerlich, es ging gleich auf die Autobahn, die Fahrt verlief sehr angenehm ruhig ohne Staus und Hindernisse. Die erste Station war der Baumwipfelpfad Steigerwald bei Ebrach. Große Parkplätze für Busse waren vorhanden. Es fing an zu tröpfeln und als die ersten die Regenschirme zückten, hatten andere wiederum sich schon Gedanken gemacht, wie man ohne Schirm bei dem Regen…., doch dann hörte er auf. Die Eintrittskarten waren schnell besorgt und jeder konnte auf eigene Faust den erst vor zwei Jahren eröffneten Baumwipfelpfad auf eigene Faust erkunden. Okay, am Anfang waren einige skeptisch, immerhin waren zwei Damen mit Rollatoren dabei, und es waren auch einige über 80 Jahre, doch der Weg zum 42m hohen Turm verlief sehr angenehm, die Steigung am Turm war auch von allen zu bewältigen. Wie groß war die Freude derjenigen, die es bis zum Gipfel schafften! Aber auch alle anderen, die nicht ganz so weit laufen wollten, kamen auf ihre Kosten. Der Blick auf die herrliche Landschaft war von jeder Etage fantastisch. Nach knappen zwei Stunden sollte die Fahrt weiter zum Mittagessen gehen. Doch die leckeren Kirschen am Stand auf dem Busparkplatz lockten unsere Mitfahrer zum Probieren und zum Kaufen. Auch war eine Jacke zwischenzeitlich verloren gegangen, die dann wieder auftauchte, so dass der Busfahrer- sehr geduldig- halt etwas später losfahren konnte. Zum Mittagessen sollte es ins 7km entfernte Handthal gehen- zu Fuß durch den Wald waren es nur 4km- in den Forellenhof. Dort waren für uns Plätze reserviert. Die übliche Vorbestellung im Bus entfiel, somit konnte jeder etwas aus der kompletten Speisekarte bestellen. Bei so vielen Leuten war es kein Problem, jemand meinte sogar, dass er so eine flotte Bedienung noch nie erlebt hatte! Die Getränke kamen zügig, das Essen ebenfalls, es schmeckte hervorragend, die leckeren Forellen, aber auch die Schnitzel, der Sauerbraten und und und. Unser Bus wartete nach dem Essen auf uns, es wurden noch in aller Seelenruhe Fotos gemacht, natürlich wurde es wieder etwas später, aber auch hier war unser Busfahrer völlig entspannt! Die nächste Station war die Klosterkirche in Ebrach, wo wir eine Führung gebucht hatten. Hier noch ein Blick in den Klosterhof, da noch die wunderschöne Gegend betrachtet, und schon befanden wir uns in einem Traum von einer Kirche, völlig überladen mit vielen Figuren aus Stuck, und das bei einem Zisterzienserorden? Darauf und auf vieles Andere bekamen wir die Antworten bei unserer Führung. Jeder von uns hat dazu gelernt, viele Dinge sah man in ganz anderem Licht. Das Pfingstmotiv war enorm imposant, und warum sind der Teufel und seine  Mutter hier begraben? Am besten, man fragt jemanden, der dabei war! Natürlich haben wir, wie es sich für einen Kirchenchor gehört, ein Lied gesungen, die „Irischen Segenswünsche“ kamen bei den Besuchern der Kirche so gut an, dass spontan applaudiert wurde. Bevor wir die Kirche verließen, wurde an einem Baum, der in der Kirche aufgestellt war, ein Blatt mit einem Wunsch für unseren Chor angehängt! Der Wunsch, der gen Himmel geht, wird er sich erfüllen? In einem Jahr wissen wir vielleicht mehr!

Zeit für eine Tasse Kaffee oder ein Eis blieb uns noch in Ebrach, die Sonne brannte inzwischen, so dass man auch draußen eine Kleinigkeit genießen konnte.

Pünktlich zum Anpfiff des Fussballspiels – mal wieder spielte Deutschland  an unserem Ausflug- ging unsere Busfahrt weiter, kleiner Monitor, Handys… naja, wichtig war unser letztes Ziel an diesem herrlichen Ausflug: das Weingut Oesterlein in Dertingen hatte extra für uns geöffnet, das Essen war Bus vorbestellt worden, die zugegeben etwas kleine Weinkarte hatte aber doch für jeden etwas dabei. Das Essen und die Weine waren hervorragend, Dertingen ist doch mit seinem Mandelberg nicht nur bei uns in der Gegend ein Garant für gute Weine! Zum Wein gab es nun auch Musik, mit dem Akkordeon und den im Text umgeschriebenen bekannten Volksliedern konnte der Abend trotz des verlorenen Fussballspiels wohlig ausklingen. Die Tanzfläche wurde auch kurzzeitig benutzt, um das gute Essen „abzutanzen“. Die Heimfahrt verlief sehr angenehm, lustig, mit einigen Liedern, wer noch singen konnte, äh wollte!

Ja, man hatte wirklich etwas verpasst, einen wunderschönen Ausflug, der super organisiert war und in die „alte“ Heimat der Organisatorin ging! Besten Dank an selbige, an den Busfahrer- der Chef höchstpersönlich- , der uns ertragen musste und an alle, die mitgefahren sind und diesen Tag zu einem wunderbaren Erlebnis machten!

­