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Drei Veranstaltungen umrahmten dieses "kleine Jubiläum": der persönliche Vortrag des Pfarrers Franz Feineis "Der Sinn des Lebens, der auch im Sterben trägt", der von der Hospizgruppe feinfühlig mitgestaltete Sonntagsgottesdienst und das Theaterstück "Oskar und die Dame in Rosa" mit Eva-Ingeborg Scholz in großer Bühnenpräsenz.

Abend mit Pfarrer Franz Feineis am 12. Oktober in St. Vinzenz

„Der Sinn des Lebens, der auch im Sterben trägt“

Als "Lehre gegen die Leere", als "Mehr-wert des Lebens", als "Sinn, der auch im Sterben trägt" - so bezeichnete der Schweinfurter Krankenhausseelsorger und  Mitbegründer des dortigen Hospizvereins Franz Feineis den christlichen Glauben in  einem Vortrag aus Anlass des 15-jährigen Bestehens unserer Kleinostheimer Hospizgruppe.. Aus seiner langjährigen Erfahrung in der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen berichtete er sehr persönlich, lebendig und anschaulich, wie wichtig es ist, am Ende des Lebens die Biographie eines Menschen mit allem Auf und Ab, allem Gelingen und Versagen ernst zunehmen und zu würdigen. Hinter allem gelte es das Bedürfnis zu entdecken, trotz allem und in allem geliebt zu werden. Der Glaube sei ein Angebot, das uns im Leben und auch im Sterben Kraft verleihe im Vertrauen, dass wir nie tiefer fallen als in Gottes Hände. Mit von ihm getexteten "Evergreens mit Spírit" auf bekannte Melodien machte er den Abend zu einem tiefen Erlebnis, das viel Stoff zum Nachdenken bot.

Förder- Preis der Enno-Wunderlich-Stiftung 2012 für Dr. Elisabeth Schmidt

An diesem Abend erfuhr Frau Dr. Elisabeth Schmidt, dass sie den Förderpreis der Enno-Wunderlich-Stiftung 2012 für ihr wegweisendes Engagement in der Kleinostheimer Hospiz-Arbeit bekommen wird. Sichtlich groß war die Freude im Saal über die gelungene Überraschung für Frau Dr. Schmidt und die damit verbundene Wertschätzung der Hospizarbeit in Kleinostheim.

Dankgottesdienst am Sonntag, 14. Oktober

In einem sehr feinfühligen und bewegenden Gottesdienst feierte die Gemeinde das „kleine Jubiläum“ der Kleinostheimer Hospizgruppe. Die Frauen erzählten von ihrem Engagement, brachten sich im Gebet ein und erhielten den Segen Gottes für ihr weiteres Wirken. Pfarrer Kaufmann gab in seiner Predigt vielfältige Impulse für den Umgang mit dem Sterben - letztlich ist und bleibt das Dasein von Mitmenschen das Heilsamste für Sterbende.

Theaterstück „Oskar und die Dame in Rosa“

Diesen Gedanken unterstrich das Theaterstück mit Ingeborg Scholz, das vom kleinen Oskar, der weiß, dass er bald sterben muss und von Oma Rosa, einer Ehrenamtlichen, die keine Angst vor seiner Krankheit und vor seinem Sterben hat, erzählt.
Letztlich spannte das Theaterstück den Bogen zurück zum Vortrag am Freitag Abend: Die Hospiz ist so etwas ähnliches wie eine „Selbsthilfegruppe“ ;-), Sterbliche helfen Sterbenden beim Vorausgehen……

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