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Am 14. und 15. September gab dazu es ein rundum schönes Fest. Am Samstag Abend einen Festakt mit Festvortrag unseres ehemaligen Pfarrers DK Clemens Bieber. Am Sonntag Morgen ein vom Kindergarten gestalteter froher Dankgottesdienst. Am Sonntag Nachmittag ein sympathisches Programm beim Tag der offenen Tür im Laurentius-Kindergarten.

Festakt in der Maingauhalle

Mtt einem kurzen Rückblick auf die hundert Jahre seit Gründung der Kinderbewahranstalt, in Kleinostheim lange "Kinnerschul" genannt, begrüßte Pfarrer Heribert Kaufmann die Festgäste.

Domkapitular Clemens Bieber hatte seinen Vortrag mit einem Zitat von Papst Franziskus überschrieben: "Die Hände des Glaubens erheben sich zum Himmel, aber zugleich bauen sie in der Nächstenliebe eine Stadt auf, die auf Beziehungen gründet, deren Fundament die Liebe Gottes ist." (aus: "Lumen Fidei").
Er betonte, dass kirchliche Kindergärten dem Recht der Kinder auf Religion (Albert Biesinger: „Kinder nicht um Gott betrügen!" ) entsprechen. "Mehr noch, wir geben den Kindern einen religiösen Grund, von dem aus sie ihr eigenes Leben annehmen können und respektvoll mit Menschen anderer Religionen umgehen. So geprägt, werden sie einmal mithelfen, unsere Gesellschaft menschenwürdig und friedvoll zu gestalten. Ein hoher Anspruch also, dem wir uns als Kirche vor Ort in den Kommunen stellen. Diesen Anspruch nehmen wir entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip in unserer Gesellschaft wahr und leisten damit einen wichtigen Beitrag für das Leben des Einzelnen wie für das Gemeinwesen (.....) Von daher möchte ich an dieser Stelle auch meine kritische Anmerkung zu den sogenannten „BetriebskiTas" anbringen. Kindergärten gehören für mich in den Lebens-, also in den Sozialraum der Familien; dort sollten sie verortet sein und auch verantwortet werden.Gemeinsam mit den Kindern, die in der Nachbarschaft wohnen, die in der Freizeit auch zusammen spielen, sollte die KiTa besucht werden. Die KiTa – so meine Erfahrung – ist ein wichtiger Ausdruck der Solidarität im Lebensraum und darf nicht Mittel sein, um Arbeitskräfte zu binden. Es kann nicht sein, dass Kinder aus dem Netz der gerade gewachsenen Freundschaften herausgerissen werden, weil Mama oder Papa den Arbeitsplatz wechseln und dann die nächste „BetriebskiTa" angesteuert wird.

Es folgten Grußworte.

Die Provinzoberin der Dillinger Franziskanerinnen Sr. Martina Schmidt berief sich auf ihren Ordensgründer, der Kinder und Gärten liebte, weil er das Kind in sich und so einen Zugang zu seinen Gefühlen und der anderer Menschen bewahrt hat. Bis zum Ende seines Lebens ist er ein neugieriger und offener Anfänger geblieben.

Bürgermeister Hubert Kammerlander erzählte mit Freude von seiner Zeit in der "Kinnerschul", bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und übergab dem Pfarrer einen gefüllten Umschlag für den Kindergarten.

Der Landrat begann mit spitzbubenhaften Erinnerungen an seinem Weg vom Elternhaus in die Kinnerschul. Mit einem Zitat von Friedrich Fröbel "Erziehung ist Beispiel und Liebe - sonst nichts" leitete er über zu einem Erlebnis am  gleichen Nachmittag in der Fachakademie. Eine Absolventin bedankte sich bei allen, die sie in der Ausbildung begleitet hatten: dass sie die Liebe zum Beruf und zu den Kindern entdecken durften!! Zum Schluß gab er Domkapitular Bieber mit auf den Weg, dass wir hier in Kleinostheim nicht von KiTas sprechen, sondern weiterhin von unseren KinderGÄRTEN!

Es schlossen sich Grußworte des Bundestagsabgeordneten Norbert Geis und des Landtagsabgeordneten Peter Winter an.

Pfarrer Rudi Rupp von der Markusgemeinde war verhindert und hatte ein Grußwort geschickt. Er ist froh über die gewachsene Vielfalt einschließlich Krippe und Mittagsbetreuung und dankte für die gute Zusammenarbeit.

Mechtilde Hofmann hatte ein Gedicht mitgebracht. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und mit Humor brachte sie eigene Erlebnisse aus der Kinnerschul mit.

Unser Kindergartenteam fing die 100 Jahre mit einem kleinen Bühnenstück ein. Die Kinnerschulschwester "Anna" kam zum festlichen Ereignis aus dem Himmel und tauschte sich mit der aktuellen Leitung aus: "Kindergarten früher und jetzt".

Umrahmt wurde der Festabend vom Chor "bunt gemischt" und von jungen Instrumentalisten unserer Gemeinde.
Die Ministranten sorgten bewährterweise für die Bewirtung.

Festgottesdienst am Sonntag

Im Festgottesdienst am Sonntag kam unser Dank zum Ausdruck, dass wir so einen schönen Kindergarten haben, ein motiviertes Team, ganz verschiedene tolle Kinder und viele Dinge, die man nicht sehen kann: eine partnerschaftliche, entspannte Atmosphäre, Wertschätzung, Liebe, Werte und der geteilte Glaube.

Tag der offenen Tür

Mehr über den "Tag der offenen Tür" am Sonntag Nachmittag in unserem Kindergarten finden Sie auf der neu gestalteten Internetseite: Schauen Sie in der Leiste oben unter "Einrichtungen" - da finden Sie unseren Laurentius-Kindergarten und was in ihm an Leben blüht.

 

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